Durchsagen auf Sonos-Lautsprechern

Sonos-Lautsprecher haben keine eingebaute Gegensprechfunktion — sie lassen sich aber per UPnP im lokalen Netzwerk als Durchsage-Anlage nutzen. Die kostenlose Android-App HausFunk nimmt eine Sprachnachricht auf und spielt sie über das WLAN auf beliebigen Sonos-Räumen ab — ohne Cloud, ohne Account, ohne Zusatzhardware. Laufende Musik wird nach der Durchsage automatisch an derselben Stelle fortgesetzt.

Warum die Sonos-App keine Durchsagen kann — und wie es trotzdem geht

Die offizielle Sonos-App bietet bis heute keine Intercom- oder Durchsage-Funktion. Wer "Essen ist fertig!" in alle Räume rufen will, findet dafür sonst nur Umwege: Alexa-Durchsagen laufen über die Amazon-Cloud und brauchen ein Amazon-Konto, Home-Assistant-Lösungen erfordern einen eigenen Server und Konfigurationsaufwand.

Dabei spricht jeder Sonos-Lautsprecher seit der ersten Generation (2005) ein offenes, lokales Protokoll: UPnP auf Port 1400. Genau darüber arbeitet HausFunk — die App sendet die Aufnahme direkt vom Smartphone an die Lautsprecher, ohne dass Audio das Heimnetz verlässt. Das funktioniert generationsübergreifend: vom Play:1 (2013) bis zur Arc Ultra (2024), mit S1- und S2-Systemen auch parallel im selben Haushalt.

So funktioniert eine Durchsage mit HausFunk

  1. App installieren und öffnen — HausFunk findet alle Sonos-Lautsprecher im WLAN automatisch (SSDP-Discovery, dauert wenige Sekunden). Keine Anmeldung, keine Einrichtung.
  2. Räume auswählen — ein Tipp auf die Raumkarten wählt einen oder mehrere Räume aus. Die Durchsage-Lautstärke lässt sich pro Raum festlegen.
  3. Aufnehmen — Mikrofon-Button antippen, sprechen, erneut antippen.
  4. Fertig — die Durchsage spielt in den gewählten Räumen. Lief dort Musik, setzt sie danach automatisch an der gemerkten Stelle fort — inklusive Titel und Abspielposition.

Was die App kann — Stand Juni 2026

HausFunk ist seit Mai 2026 im Google Play Store verfügbar und wurde in den ersten Wochen über 215-mal installiert (Stand: Juni 2026). Die App ist vollständig kostenlos, ohne Werbung und ohne In-App-Käufe. Die Oberfläche gibt es in 5 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch).

Sprachdurchsagen in jeden Raum

Aufnehmen, Räume wählen, senden — mit individueller Lautstärke pro Raum. Stereopaare und Heimkino-Setups (z. B. Arc + Sub + Surrounds) werden korrekt als ein Raum behandelt.

Musik vom Handy auf Sonos abspielen — das kann die Sonos-App nicht mehr

Seit Version 3.2 spielt HausFunk auch lokale Audiodateien direkt vom Smartphone auf Sonos ab — MP3, WAV, M4A, FLAC und OGG. Entweder über das Android-Teilen-Menü ("Teilen → HausFunk" aus jeder beliebigen App) oder über den eingebauten Dateiwähler. Die offizielle Sonos-App hat ihre "Auf diesem Gerät"-Funktion auf Android bereits im Mai 2023 entfernt und seitdem nicht zurückgebracht — Sonos selbst verweist auf Umwege wie Bluetooth, NAS-Freigaben oder Cloud-Uploads. HausFunk schließt diese Lücke ohne Umweg, auf demselben lokalen Weg wie bei Durchsagen: Das Handy stellt die Datei im WLAN bereit, der Lautsprecher spielt sie ab.

Musik-Fortsetzung nach der Durchsage

HausFunk merkt sich vor jeder Durchsage, was gerade läuft — inklusive Titelnummer und Abspielposition — und setzt die Wiedergabe danach exakt dort fort. Das funktioniert mit der Sonos-Bibliothek, Sonos-Playlists, Radiosendern und Spotify aus der Sonos-App heraus.

In Kürze: Gespeicherte Ansagen

Die nächste Version bringt speicherbare Schnellansagen: Häufige Durchsagen ("Essen ist fertig!", "Abfahrt in 5 Minuten!") lassen sich einmal aufnehmen, benennen und danach mit einem einzigen Tipp erneut in die gewünschten Räume senden.

HausFunk, Sonos-App, Alexa oder Home Assistant — was passt wann?

FunktionHausFunkSonos-AppAlexa Drop-In / DurchsageHome Assistant
Durchsage auf Sonos Ja Nein Nur auf Echo-Geräten Ja (mit Konfiguration)
Läuft komplett lokal Ja, nur WLAN Teilweise (Cloud-Konto nötig) Nein, Amazon-Cloud Ja
Account erforderlich Nein Ja (Sonos-Konto) Ja (Amazon-Konto) Nein
Lokale Handy-Dateien abspielen Ja (MP3/WAV/M4A/FLAC/OGG) Nein (im Mai 2023 entfernt) Nein Eingeschränkt
Zusatzhardware / Server Keine Keine Echo-Geräte Eigener Server
Einrichtungsaufwand Keiner (Auto-Discovery) Gering Mittel Hoch
Kosten 0 €, keine Werbung 0 € Geräte-Kosten 0 € + Server-Hardware

Datenschutz: Was passiert mit der Aufnahme?

Nichts, was das Haus verlässt. Die Sprachaufnahme wird auf dem Smartphone zwischengespeichert, per WLAN direkt an die Lautsprecher übertragen und unmittelbar nach der Durchsage gelöscht. HausFunk nutzt keine Cloud, keine Analyse-Dienste, kein Tracking und legt keine Daten in Google-Backups ab. Die einzige Berechtigung, die die App anfordert, ist der Mikrofonzugriff. Details stehen in der Datenschutzerklärung.

Häufige Fragen

Ja. HausFunk nutzt das UPnP-Protokoll, das alle Sonos-Generationen identisch unterstützen — vom Play:1 (2013) über Play:5, Beam, Era 100/300 bis zur Arc Ultra (2024). S1- und S2-Systeme funktionieren auch parallel im selben Haushalt.

Nein. Durchsagen laufen ausschließlich über das lokale WLAN. HausFunk braucht weder Internetverbindung noch ein Benutzerkonto — die Internet-Berechtigung der App wird nur für die Kommunikation mit den Lautsprechern im Heimnetz verwendet.

Ja. HausFunk speichert vor der Durchsage den Wiedergabezustand inklusive Titel und Abspielposition und stellt ihn danach wieder her. Das gilt für die Sonos-Bibliothek, Playlists, Radio und Spotify, wenn es aus der Sonos-App gestartet wurde.

Das ist eine Einschränkung der Sonos-Plattform, keine der App: Streams, die per Spotify Connect, AirPlay, Apple Music oder Amazon Music direkt auf den Lautsprecher gesendet werden, nutzen eine Cloud-Session, die nach einer Unterbrechung technisch nicht wiederherstellbar ist. HausFunk erkennt solche Streams und warnt vor der Durchsage — danach muss die Wiedergabe einmal in der Quell-App neu gestartet werden.

Ja, seit Version 3.2. Die App spielt MP3-, WAV-, M4A-, FLAC- und OGG-Dateien vom Smartphone auf beliebigen Sonos-Räumen ab — über das Android-Teilen-Menü oder den eingebauten Dateiwähler. Die offizielle Sonos-App hat diese Funktion ("Auf diesem Gerät") auf Android im Mai 2023 entfernt und bietet sie seitdem nicht mehr an.

Fast: Zwischen den Räumen liegt ein technisch bedingter Versatz von typischerweise 100 bis 300 Millisekunden, weil jeder Raum einzeln angesteuert wird. Für Durchsagen im Alltag ist das praktisch nicht störend.

Nichts. HausFunk ist kostenlos, enthält keine Werbung und keine In-App-Käufe. Die App ist ein privates Projekt — wer mag, kann freiwillig per Spende unterstützen.

Nein, HausFunk ist eine reine Android-App (ab Android 8.0). Eine iOS-Version ist derzeit nicht geplant, da sie eine vollständige Neuentwicklung wäre.

Nein. Keine Analyse-Dienste, kein Tracking, keine Konten. Sprachaufnahmen werden nach der Durchsage gelöscht und sind vom Android-Backup ausgenommen. Die App fordert als einzige Berechtigung den Mikrofonzugriff an.

Ja. Stereopaare und gebondete Heimkino-Konfigurationen (Soundbar + Sub + Surround-Lautsprecher) erscheinen korrekt als ein Raum. Auch temporäre Wiedergabe-Gruppen aus der Sonos-App bleiben als einzelne Räume wählbar.

HausFunk ausprobieren

HausFunk ist kostenlos im Google Play Store verfügbar. Alle Funktionen, Screenshots und rechtlichen Informationen stehen auf der HausFunk-Produktseite.


Über den Autor: Dr. med. Philipp Wagner entwickelt HausFunk seit 2026 als privates Projekt und betreibt selbst ein gemischtes Sonos-System aus S1- und S2-Geräten (Play:1, Play:5, Era 100, Arc, Arc Ultra, Sub). Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Markenhinweis: HausFunk ist ein unabhängiges Produkt und wird nicht von Sonos, Inc. hergestellt, unterstützt oder autorisiert. Sonos® und alle zugehörigen Produktnamen sind eingetragene Marken der Sonos, Inc.